Erster Spatenstich für Forschungsneubau HARBOR der Universität Hamburg

Ausbau des Spitzen-Forschungscampus Bahrenfeld geht voran

Mit dem Neubau Hamburg Advanced Research Centre for Bioorganic Chemistry (HARBOR) auf dem Forschungscampus Bahrenfeld soll für die MIN-Fakultät (Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften) der Universität Hamburg die Infrastruktur für Experimente mit ultrakurzer Zeitauflösung an molekularbiologischen Systemen geschaffen werden. Ziel ist es, Methoden zur gezielten Auslösung und Kontrolle von Prozessen in Einzelmolekülen mithilfe von Licht zu entwickeln, um diese Prozesse sichtbar zu machen und zu untersuchen. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 32 Millionen Euro, davon übernimmt der Bund 13,75 Mio. Euro für das Gebäude und zusätzliche 2,6 Mio. Euro für Großgeräte und Ersteinrichtung. Die Realisierung und Finanzierung des Neubaus mit rund 7.000 Quadratmetern Brutto-Grundfläche erfolgt im Mieter-Vermieter-Modell. Das HARBOR soll Mitte 2020 der Universität Hamburg als Nutzerin übergeben werden.

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Mit dem Neubau Hamburg Advanced Research Centre for Bioorganic Chemistry (HARBOR) auf dem Forschungscampus Bahrenfeld soll für die MIN-Fakultät (Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften) der Universität Hamburg die Infrastruktur für Experimente mit ultrakurzer Zeitauflösung an molekularbiologischen Systemen geschaffen werden.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank setzt heute gemeinsam mit Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Arwen Pearson, Wissenschaftliche Leiterin des HARBOR und Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, den ersten Spatenstich für den Neubau. 

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Der HARBOR-Neubau ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Strategie, die Entwicklung des Forschungscampus Bahrenfeld zum internationalen Wissenschaftspark voranzutreiben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden hier beste Bedingungen und Infrastruktur: Sie können in dem neuen Forschungsbau mit Top-Geräten nicht nur Filmaufnahmen von molekularen Prozessen in der Physik und der Chemie zeigen, sondern auch in der Biologie. Dadurch erfahren wir mehr über die Mechanismen in menschlichen Zellen und können somit die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten besser verstehen.“ 

Das HARBOR-Vorhaben hat sich aus dem Exzellenzcluster der Universität Hamburg „The Hamburg Centre for Ultrafast Imaging“ (CUI) entwickelt und schließt direkt an die dortige Forschung zur atomar aufgelösten Strukturdynamik an. HARBOR wird entscheidend dazu beitragen, Forscherinnen und Forscher aus Physik, physikalischer Chemie und Biochemie zusammenzubringen, um das zeitliche Verhalten molekularbiologischer Systeme zu untersuchen. Langfristiges Ziel ist ein wissenschaftlich akkurates Modell lebender Zellen. Dieses Vorhaben erfordert Disziplinen übergreifende Ansätze sowie neuartige experimentelle und theoretisch-numerische Konzepte. 

Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: „Es geht weiter! Mit dem Spatenstich für den Forschungsneubau HARBOR ist ein weiterer Schritt getan, um Hamburg-Bahrenfeld zu DEM international sichtbaren Forschungscampus neben Garching und Adlershof weiterzuentwickeln.“ 

Im HARBOR sollen etwa neun Arbeitsgruppen mit ca. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig sein, darunter ca. 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in vier Abteilungen (Spektroskopie/Imaging, Strukturmolekularbiologie, Synthetische Chemie und Theorie). Der neue Forschungsbau wird die exzellente und vielschichtige Infrastruktur und Expertise auf dem Campus Bahrenfeld zur Physik der Struktur und Dynamik auf atomarer und molekularer Ebene weiter ausbauen. 

Mit dem Neubau des HARBOR wurde die städtische Sprinkenhof GmBH beauftragt. Das Projekt wird auf Grundlage der neuen Immobilienstrategie des Hamburger Senats im Mieter-Vermieter-Modell realisiert. 

Martin Görge, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, mit der Realisierung des Neubaus HARBOR einen weiteren Baustein zur Entwicklung des Campus Bahrenfeld beitragen zu können. Wir möchten dabei an die erfolgreiche Realisierung des CHyN anschließen, welches im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen fertiggestellt werden konnte. Mit der Realisierung des Neubaus soll an die Ziele des Hamburger Senates der Kostenstabilität im Rahmen des Mieter-Vermieter-Modells angeknüpft werden. Wir hoffen, mit dem Neubau HARBOR ein weiteres Vorhaben erfolgreich realisieren zu können, um zu zeigen, dass die von der FHH verfolgten Ziele realistisch und umsetzbar sind.“ 

Rückfragen der Medien:

Julia Offen
Pressesprecherin
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Telefon: (040) 428 63 – 2322
E-Mail: julia.offen@bwfg.hamburg.de