Alexander von Humboldt-Professur: Höchstdotierter internationaler Forschungspreis geht an die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg

Alexander von Humboldt-Professur: Höchstdotierter internationaler Forschungspreis geht an die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg

Die Universität Hamburg hat den Zuschlag für eine Alexander von Humboldt-Professur erhalten. Der renommierte Forschungspreis geht an die Juristin Prof. Dr. Anne van Aaken. Die 48-Jährige lehrt und forscht derzeit an der Universität St. Gallen (Schweiz). Der Preis ist mit 3,5 Millionen Euro dotiert. Das Forschungsprogramm von Anne van Aaken widmet sich grundlegenden Fragestellungen des Völkerrechts, also den Theoriefragen der Wirkungsmodi von Völkerrecht, der Interaktionen zwischen Regimen, mit einem besonderen Augenmerk auf das internationale Wirtschaftsrecht.  

Universitätspräsident Prof. Dr. Dieter Lenzen: „Mit der Berufung von Frau Prof. Dr. Anne van Aaken ist es der Universität Hamburg gelungen, eine führende und weltweit sichtbare Position in der Erforschung von Grundlagenfragen der Völkerrechtswissenschaft zu intensivieren und damit ihre heute schon herausragende Position in der ökonomischen Analyse des Rechts zu verstärken. Mit Frau Prof. Dr. van Aaken wird der Wissenschaftsstandort Hamburg um eine international bestens vernetzte und renommierte Wissenschaftlerin bereichert, deren Netzwerk quer über Europa bis weit hinein in die USA und nach Lateinamerika reicht.“

Anne van Aaken ist die erste Rechtswissenschaftlerin in Deutschland, die für eine „Alexander von Humboldt-Professur“ nominiert wurde. Als profilierte und international bekannte Vertreterin der ökonomischen Analyse des Rechts weist sie eine Karriere mit einem besonders ausgeprägten Maß an Internationalität sowie Interdisziplinarität vor. Geographisch-kulturell ist ihr Werdegang durch Studium und Ausbildung in der Schweiz und Deutschland, Forschung und Lehre in den USA, Mitarbeiterstellen an Universitäten und Max-Planck-Instituten in Deutschland sowie eine Professur in der Schweiz geprägt.

Disziplinär ist sie eine Grenzgängerin zwischen Ökonomie und Recht, mit starken Interessen in den Sozialwissenschaften und der Behandlung von Grundfragen der Wissenschaftstheorie, Wissenssoziologie und Erkenntnisphilosophie, bis hinein in die Psychologie und Kommunikationswissenschaft. Besonderer Ausdruck ihrer Disziplinen überwindenden Forschungsaktivitäten ist ihr breiter wissenschaftlicher Ausweis im Schrifttum, durch den sie eine große Präsenz, Bekanntheit und Vernetzung im wissenschaftlichen Diskurs des internationalen Wirtschaftsrechts wie der ökonomischen Analyse des Rechts erreicht hat.

Prof. Dr. Tilman Repgen, Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft, hebt hervor: „Der Forschungsansatz von Anne van Aaken wird die Grundlagenorientierung der Fakultät beträchtlich stärken und ein wichtiges Bindeglied zwischen der international weithin sichtbaren Forschung zu Law and Economics in Hamburg und der Grundlagenforschung zu Theoriefragen des Völkerrechts an der Schnittfläche zu den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften herstellen.“

Die Alexander von Humboldt-Professuren werden von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die Stiftung zeichnet damit weltweit führende, im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus, die von den Hochschulen für die Ehrung vorgeschlagen werden. Den Hochschulen selbst eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten sowie ihr Profil zu schärfen.

Für Rückfragen

Merel Neuheuser
Universität Hamburg
Telefon: +49 40 42838-1809
E-Mail: merel.neuheuser@uni-hamburg.de