Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei bundesweitem Förderwettbewerb ausgezeichnet

HfMT als deutschlandweit einzige künstlerische Hochschule bei der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ ausgewählt

Mit Ihrem Projektantrag „Stage_2.0: Alsterphilharmonie. Die Bühne als Ort des künstlerischen Wissenstransfers und der gesellschaftlichen Teilhabe“ konnte sich die Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) im bundesweiten Förderwettbewerb „Innovative Hochschule“ durchsetzen. Als deutschlandweit einzige künstlerische Hochschule ist sie unter den 48 geförderten Hochschulen, die in 19 Einzel- und zehn Verbundvorhaben ausgewählt wurden und erhält über die kommenden fünf Jahre zusätzliche Fördermittel von mehr als sechs Millionen Euro.

Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei bundesweitem Förderwettbewerb ausgezeichnet

Die neuen Fördermittel sollen unter anderem für den Ausbau der technischen Infrastruktur der HfMT-eigenen Bühnen eingesetzt werden: Das Forum, der große Konzertsaal der HfMT, soll durch innovative Technik auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet werden. Neue Licht- und Projektionsanlagen, ein Sensorsystem für Musiker und Schauspieler sowie ein Soundsystem der Superlative sollen dafür sorgen, die interaktive Bühne der Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen – als Spielfläche für neue, experimentelle und interdisziplinäre Bühnenformate zwischen Musik und Theater.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich, dass die Hochschule für Musik und Theater als einzige künstlerische Hochschule Deutschlands im Rahmen der Förderlinie ‚Innovative Hochschule‘ ausgewählt wurde. Das ist ein großartiger Erfolg und erstklassiges Beispiel dafür, dass Transfer und Innovation nicht nur technologisch-naturwissenschaftlich zu verstehen sind, sondern auch soziale Dimensionen beinhalten. Die HfMT leistet mit jährlich über 400 öffentlichen Musik- und Theateraufführungen einen wichtigen Beitrag im Feld des Wissens-, Erfahrungs- und Erlebnistransfers in die Gesellschaft. Mit dem neuen Vorhaben stärkt sie ihre Rolle als bedeutender Ort für kulturellen Austausch in Hamburg und befördert durch einfallsreiche Maßnahmen den Transfer von Wissen und Innovation in die Gesellschaft.“

Elmar Lampson, Präsident der HfMT: „Wir sind dankbar und auch ein bisschen stolz, dass wir hier mit unseren Ideen zu den innovativen Bühnenformaten der Zukunft überzeugen konnten. Und wir sind gespannt auf die weitreichenden Entwicklungsprozesse und Impulse, die dieses Programm ermöglichen wird.“

Die HfMT Hamburg wird ihren Beitrag zur Innovation von Musik und Theater in der Praxis leisten: auf der eigenen Bühne. In mehr als 400 jährlichen Veranstaltungen werden bereits heute neue künstlerische Ideen und kreative Strategien umgesetzt, oft als Ergebnis langwieriger Arbeits-, Forschungs-, und Lernprozesse. Zahlreiche weitere Projektvorschläge unter Beteiligung verschiedener Abteilungen der HfMT werden nun Realität.

Dazu Georg Hajdu, Professor für Komposition/Theorie mit dem Schwerpunkt multimediale Komposition an der HfMT: „Ganz besonders freuen wir uns über das weitgefächerte Spektrum der Projektideen, die ganz unterschiedliche Abteilungen der HfMT zusammen bringen und so neue Synergieeffekte freisetzen sollen: Von der Wiederaufnahme des Webcast und der Einrichtung eines technischen Innovationslabors über den Ausbau auswärtiger Aufführungs- und Fortbildungsreihen, einem Onlinediskurs der Musikwissenschaft und der Entwicklung von Smartphone-Apps für den Einsatz im Schulunterricht bis hin zu einem Projekt der Elementaren Musikpädagogik, die in Hamburger Kindergärten geflüchteten Musikern Hilfestellung für die Arbeit mit den Kindern geben wird. Mit zahlreichen Angeboten verlassen wir den geschützten Raum der Hochschule und suchen die Öffentlichkeit, um so die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen!“

Auch die Studierenden der HfMT in werden in besonderer Weise von diesem Förderprogramm profitieren. Unterstützt durch das Career Center ergeben sich zahlreiche neue Auftrittsmöglichkeiten, die wichtige Erfahrungen für die eigene künstlerische Karriere liefern.

Über die Bund-Länder-Initiative  „Innovative Hochschule“

Die Bund-Länder-Initiative zur Förderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers – „Innovative Hochschule" – wurde im Sommer 2016 von den Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern beschlossen. Sie soll Hochschulen darin unterstützen, sich im Leistungsbereich Transfer und Innovation, der auch als – neben Forschung und Lehre – „dritte Mission" der Hochschulen bezeichnet wird, zu profilieren und ihre strategische Rolle im regionalen Innovationssystem zu stärken. Bund und Länder stellen dafür bis zu 550 Millionen Euro in zehn Jahren im Rahmen von zwei Runden zur Verfügung. Die Fördermittel werden jeweils im Verhältnis 90:10 vom Bund und vom jeweiligen Sitzland der Hochschulen getragen.