Nächste Schritte für Wiederinbetriebnahme von vier Gebäuden der Chemie der Universität Hamburg vereinbart

Voraussichtlich werden die vier betroffenen Chemie-Gebäude der Universität Hamburg zeitnah wieder in Betrieb genommen – allerdings unter strengen Brandschutzmaßnahmen.

Nächste Schritte für Wiederinbetriebnahme von vier Gebäuden der Chemie der Universität Hamburg vereinbart

Nach Abstimmungen mit dem Amt für Bauordnung und Hochbau, der Feuerwehr und dem Bezirksamt Eimsbüttel erscheint den Beteiligten die Wiederinbetriebnahme der vier derzeit geschlossenen Gebäude am Martin-Luther-King-Platz 6 nach Umsetzung der von Brandschutzexperten empfohlenen Maßnahmen verantwortbar. Die Entscheidung über eine Inbetriebnahme erfolgt nach eingehender Prüfung und Planung aller empfohlenen Maßnahmen, vermutlich noch in dieser Woche. Die Gebäude könnten damit bereits Anfang kommender Woche wieder in Betrieb genommen werden.  

Bis auf weiteres werden zwei Personen täglich sämtliche Labore, Flure, Seminarräume und Büros kontrollieren, diese Kontrollen schriftlich dokumentieren und mögliche Brandlasten entfernen. In der Zwischenzeit wird so schnell wie möglich eine ergänzende Brandmeldeanlage inklusive Rauchmeldern angeschafft und installiert, außerdem sollen im gleichen Zeitraum zusätzliche Rauchschutztüren eingesetzt werden. Darauf haben sich die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und die Universität Hamburg nach intensiven Beratungen mit dem Amt für Bauordnung und Hochbau, der Feuerwehr und dem Bezirk Eimsbüttel verständigt. 

Am Montag hatten die Expertinnen und Experten die Gebäude besichtigt. Geöffnete Wände, Decken und Schächte ermöglichten einen umfangreichen Einblick in den brandschutztechnischen Zustand der Gebäudesubstanz. 

Vergangenen Donnerstag hatten sich bei der Vorstellung eines Brandschutzgutachtens Hinweise ergeben, dass vier Gebäude der Chemie aus den 1960er Jahren entgegen dem bisherigen Kenntnisstand über keinen ausreichenden Brandschutz verfügen. Beispielsweise sind Lüftungskanäle zu benachbarten Bereichen nicht ausreichend abgeschottet und Fluchtwege im Brandfall nicht genügend gesichert. Dadurch und begünstigt durch erkennbare Brandlasten könnte sich, so die Befürchtung, ein möglicher Brand in hoher Geschwindigkeit ausbreiten. 

Vor dem Hintergrund der Informationen waren die Universität Hamburg und die Wissenschaftsbehörde am letzten Freitag gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass dies aufgrund der besonderen Nutzung für Zwecke der Chemie eine nicht zu verantwortende Gefahr für die Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude darstellte. In den vier Häusern sind Arbeitsgruppen der Analytik, der Organischen Chemie, der Anorganischen Chemie und der Biochemie untergebracht. Die zuständige Aufsichtsbehörde und die Feuerwehr wurden umgehend hinzugezogen, um zu beraten, ob und durch welche Maßnahmen eine Wiederaufnahme des Betriebs ermöglicht werden kann. Die Universität Hamburg und die Wissenschaftsbehörde haben bereits begonnen, die genannten Empfehlungen umgehend umsetzen.

Alle Anstrengungen verfolgen das Ziel, den Betrieb in den kommenden Tagen wieder aufnehmen zu können. 

Rückfragen der Medien  

Julia Rauner
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Pressestelle, Telefon: (040) 428 63 – 2339
E-Mail: julia.rauner@bwfg.hamburg.de

Merel Neuheuser
Universität Hamburg
Referentin des Präsidenten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (040) 42838 - 1809
E-Mail: merel.neuheuser@uni-hamburg.de