„Plattbeats“ feiert Premiere

Länderübergreifender Musikwettbewerb zur Förderung der plattdeutschen Sprache gestartet

„Plattbeats“ feiert Premiere Länderübergreifender Musikwettbewerb zur Förderung der plattdeutschen Sprache gestartet

Gestern startete der plattdeutsche Songcontest „Plattbeats“ erfolgreich in Kiel. Klaus Schlie, Schirmherr und schleswig-holsteinischer Parlamentspräsident eröffnete den länderübergreifenden Musikwettbewerb zur Förderung der plattdeutschen Sprache im Veranstaltungszentrum „Die Pumpe“. Amateurmusiker im Alter von 15 bis 30 Jahren haben noch bis zum 15. März 2018 die Möglichkeit, Beiträge von Pop bis Punk und von bis Rock bis Hip Hop in einzureichen. Das Finale findet nach einer Vorauswahl mit zehn Bands im April 2018 in Hamburg statt. Eine fachkundige Jury vergibt Instrumentengutscheinen im Wert von 750, 500 und 250 Euro an die drei ersten Plätze. Die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und das Schleswig-Holsteinische Zentrum für Niederdeutsch in Holstein fördern das Projekt. 

Auch Musiker, die im Plattdeutschen nicht sicher sind, können sich beteiligen. Bewerben kann man sich mit Songs auf Deutsch oder Englisch. Hilfestellung mit dem plattdeutschen Text leisten dann das Plattbeats-Team und Platt-Profis aus der Region. Dem schleswig-holsteinischen Niederdeutschzentrum steht in Hamburg mit dem Ohnsorg-Theater die wohl renommierteste niederdeutsche Institution der Hansestadt als Kooperationspartner gegenüber. 

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich, dass ‚Plattbeats‘ nun startet und bin jetzt schon gespannt auf das Finale im April 2018 in Hamburg. Der länderübergreifende Musikwettbewerb bietet eine gute Gelegenheit, um verstärkt junge Menschen an das Plattdeutsch heranzuführen und zu begeistern – das ist eine besonders wichtige Arbeit für die Zukunft der plattdeutschen Sprache. Das große Interesse am ersten Hamburger Plattdeutschtag im April letzten Jahres hat gezeigt, welche Bedeutung die traditionsreiche Sprache hier im Norden nach wie vor hat – Platt ist wieder ‚in‘. Damit dies so bleibt, unterstützen wir Initiativen wie den Songcontest sehr gerne.“ 

Längst haben Bands wie „Fettes Brot“ mit ihrem Hit „Nordisch by Nature“ oder die Plattrapper „De Fofftig Penns“ bewiesen, dass moderne Musik und die Regionalsprache Niederdeutsch kein Gegensatzpaar sind. Im Gegenteil: Dass Plattdeutsch einen besonderen eigenen Flow habe, stellen Musiker häufig fest, die sich intensiver mit der Sprache beschäftigten, meint Thorsten Börnsen, Leiter des Niederdeutschzentrums für Holstein (ZfN) in Mölln und Organisator von Plattbeats. 

„Es geht bei Plattbeats nicht darum, wer am besten Plattdeutsch kann. Wichtig ist der kreative Umgang mit der Sprache, den Songtexten und der eigenen Musik“, sagt Börnsen, der zuvor schon einen niederdeutschen Bandcontest in Niedersachsen mit ins Leben gerufen und fünf Jahre lang organisiert hat. 

Zugleich soll mit der Homepage www.plattbeats.de ein leistungsstarkes Portal aufgebaut werden, auf dem sich einerseits junge niederdeutsche Musik präsentieren kann und andererseits Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geboten werden soll, die von ihnen bevorzugte Musikrichtung auch auf Plattdeutsch hören zu können. 

Ansprechpartner:

Thorsten Börnsen (Leitung)
0176 62057122
tboernsen@niederdeutschzentrum.de

Kontakt Musiker

Plattbeats
01520 / 9033826
info@plattbeats.de

Rückfragen der Medien

Julia Offen
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Pressestelle, Telefon: (040) 428 63 – 2322
E-Mail: julia.offen@bwfg.hamburg.de