Innovationen für die Energiewende am Energie-Campus

Hamburg stärkt seine Position als führender Innovationsstandort für Windenergieforschung

Wichtiger Schritt für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Hamburg: Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat für Wirtschaft und Innovation, stellen heute gemeinsam mit Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des CC4E, die Forschungsaktivitäten im Windpark Curslack vor. Durch den deutschlandweit einzigartigen Systemverbund der Forschungseinrichtungen mit einem realen Windpark sollen zahlreiche neue Forschungsvorhaben gemeinsam mit Unternehmen realisiert sowie Synergiepotenziale geschaffen werden. Hamburg soll hierdurch als Innovations- und Forschungsstandort für die Energiewende und die Windenergie gestärkt werden, insbesondere die in der Metropolregion ansässige Industrie. Einen Schwerpunkt bilden die Themen Windenergie, Speicher und Systemintegration.

1 / 1

Hamburg stärkt seine Position als führender Innovationsstandort für Windenergieforschung

Neben Wissenschaft und Wirtschaft profitiert auch die Bevölkerung von den Vorhaben: Bis zu 15.000 Haushalte in Hamburg-Bergedorf können künftig pro Jahr mit umweltfreundlichem Strom des Windparks Curslack versorgt werden.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich, dass nun bald die ersten Forschungsvorhaben im Windpark Curslack starten. Die Kombination aus Labor und Windpark am Energie-Campus ist deutschlandweit einmalig und ermöglicht neue Ansätze in der anwendungsnahen Forschung. Die Forschungsergebnisse liefern dabei wichtige Erkenntnisse für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende und somit für einen wirksamen Klimaschutz. Durch den einzigartigen Verbund der Forschungseinrichtungen mit einem realen Windpark konnten schon jetzt wichtige Partnerschaften geschlossen werden, die der HAW, dem Wissenschaftsstandort Hamburg und der gesamten Energie-Branche in der Metropolregion einen erneuten Schub geben.“

Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat für Innovation und Wirtschaft: „Energiewende, neue Mobilitätskonzepte und die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft benötigt immer mehr Fachkräfte. Ein Mangel an gut ausgebildeten Fachleuten ist schlecht für den Innovationsstandort Hamburg. Durch dieses Vorhaben können wir unsere Vorreiterrolle bei der Innovationsentwicklung im Bereich Erneuerbare Energien weiter ausbauen.“

Durch die direkte Anbindung des Windparks an das Forschungszentrum können die Kernherausforderungen der Energiewende unter Realbedingungen untersucht und innovative Lösungen gemeinsam mit Unternehmens- und Wissenschaftspartnern entwickelt werden. Kernbereiche sind Windenergie, Speicherung und Systemintegration. Für die Windenergie sind Lösungen zur Effizienzsteigerung sowie längeren Lebensdauer, z. B. durch neue Materialien, aber auch völlig neue Technologien relevant. Dies kann die Kosten wesentlich senken. Speicherung von Windstrom zur Synchronisation von Erzeugung und Verbrauch ist ein zentraler Hebel für das Gelingen der Energiewende. Durch den Einsatz von lokalen Speichern im Windpark soll ein regelbares Kraftwerk gebildet und erprobt werden. Zentral sind auch die Vorhaben zur Systemintegration und Einbeziehung der Sektoren Wärme und Mobilität in die regenerative Energieversorgung. Auch Umweltthemen, z. B. der Schutz von Fledermäusen vor Kollision, widmen sich einige Projekte.

Prof. Dr. Werner Beba, Leiter CC4E: „Die Dringlichkeit von Klimaschutz und Energiewende erfordern neue Lösungen und neue Forschungsansätze. Die Labore des Technologiezentrums Energie-Campus bieten die ideale Möglichkeit, innovative Lösungen zu entwickeln und im Realbetrieb zu erproben. Mit den Projekten soll Hamburg als Innovationszentrum der Energiewende gestärkt werden.“

Insgesamt konnten neue Fördergelder in Höhe von rund 15 Mio. Euro in den Projekten Norddeutsche EnergieWende 4.0 und X-Energy eingeworben werden. Seit Beginn des Jahres wurden mehr als 20 neue wissenschaftliche Stellen geschaffen. Mit rund  3,8 Mio. Euro finanzierte der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 3,5 Mio. Euro das Technologiezentrum Energie-Campus. Der Windpark Curslack hat ein Investitionsvolumen von rund 22 Mio. Euro.

Hintergrundinfos CC4E und Energie-Campus:

Das CC4E bündelt an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sämtliche Aktivitäten auf den Gebieten der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz und erforscht und entwickelt Lösungen und Innovationen für die Energiewende mit den Schwerpunkten Windenergie, Systemintegration und Speicherung. Zielsetzung des Energie-Campus ist die Vernetzung zwischen Unternehmen, Hochschulen und Einrichtungen zur Entwicklung von anwendungsnahen Lösungen und Innovationen für Erneuerbare Energien, die einen hohen Nutzen für die Allgemeinheit bewirken sollen.

Der Energie-Campus besitzt zwei große Labore: Das Windlabor des Technologiezentrums Energie-Campus bietet die ideale Möglichkeit, den Realbetrieb von Windenergieanlagen in die angewandte Forschung und auch praxisnahe Ausbildung von Studierenden z.B. durch Lernprojekte zur Anlagentechnik oder für die technische Betriebsführung einfließen zu lassen. Im Smart Grid-Labor werden effiziente und intelligente Lösungen im Zusammenwirken von Energieerzeugung, -verbrauch und -speicherung entwickelt und erprobt. Hierbei sollen wesentliche Bausteine eines zukünftigen intelligenten Energieversorgungssystems weiterentwickelt und getestet werden. Durch „Demand Side Management und Integration“ sollen Flexibilisierungen der Verbrauchsseite zur verbesserten Anpassung an die schwankende Erzeugung von Erneuerbaren Energien untersucht werden. Internet: www.cc4e.de

Rückfragen der Medien:

Julia Offen, Pressesprecherin
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Telefon: (040) 428 63 – 2322 I E-Mail: julia.offen@bwfg.hamburg.de

Susanne Meinecke | Pressestelle
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Tel: (040) 428 41-2239| pressestelle@bwvi.hamburg.de  

Wega Wilken, Öffentlichkeitsarbeit CC4E
HAW Hamburg

Telefon +49 40 428 75 9850, wega.wilken@haw-hamburg.de