Hamburg Open Online University – HOOU

Hamburg Open Online University – HOOU

Wie lernen wir in Zukunft?

vergrößern Das Logo des blogs HOOU.de (Bild: © HOOU) Wie wäre es, wenn Aufgaben und Projekte interdisziplinär und hochschulübergreifend bearbeitet werden könnten? Wenn sich zum Beispiel Themen der erneuerbaren Energien in der Verfahrenstechnik an der TUHH mit Erkenntnissen der Biologie der UHH und grafischen Umsetzungen durch Kommunikationsdesigner der HAW Hamburg ergänzen? Oder gar, wenn es Projekte an der Schnittstelle zwischen Architektur, Kunst, Musik und Medizin gibt? Dann würden alle Beteiligten des Projektes davon profitieren, da für die erfolgreiche Bearbeitung von Fragestellungen der Austausch mit Anderen entscheidend ist.

Die digitale Vernetzung kann uns hierbei unterstützen.

Warum also nutzen wir nicht die Vorteile der Netzwerke, die uns längst vertraut sind?

Genau diese Frage stellt sich das hochschulübergreifende Projekt „Hamburg Open Online University“, welches durch das Netzwerk der sechs staatlichen Hamburger Hochschulen*, dem UKE sowie dem Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) getragen wird.

Grafik des Netzwerkes des Projektes „Hamburg Open Online University“

Das Ziel

Das Ziel ist, die klassische Präsenzlehre der Hamburger Hochschulen mit den Möglichkeiten digitaler Technologien zu erweitern und dieses Angebot einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Ziel der „Hamburg Open Online University“ ist , das Lernen und Arbeiten in hochschulübergreifenden Teams zu ermöglichen, um neue Lösungswege oder Forschungsergebnisse zu finden.

Die Besonderheit des Konzeptes liegt in dem Versuch, einen digitalen Raum zu schaffen, in dem sich Studierende, Dozenten aber auch die interessierte Öffentlichkeit treffen können, um an interdisziplinären, hochschulübergreifenden Projekten zusammen arbeiten zu können.

Dabei dienen insbesondere vier Aspekte als Leitideen für die Umsetzung dieses ambitionierten Vorhabens:

  1. Die Lernendenorientierung verbunden mit dem Gedanken der Kollaboration. Das bedeutet, dass der Lernende selbst Experte seines eigenen Lernprozesses ist. Er oder sie kann individuelle Lernwege eingeschlagen und in Teams kollaborativ an interdisziplinären Fragestellungen arbeiten.
  2. Die Wissenschaftlichkeit der Fragestellungen. Allen Teilnehmenden soll im Prozess der Mitarbeit vermittelt werden, was es heißt, wissenschaftlich zu denken und zu arbeiten.
  3. Die Öffnung der Inhalte für neue Zielgruppen und die zivilgesellschaftliche Relevanz dieser Inhalte.
  4. Der Gedanke der Openness. Dieser wird zum einen verstanden im Sinne der offenen Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialen (Open Educational Resources) aber auch durch die Möglichkeit, sich partizipativ am Erstellungs- und Konzeptionsprozess zu beteiligen.

Markenkern der HOOU

Die Struktur

Als Strukturmodell hat sich zunächst die Form herauskristallisiert, dass jede Hochschule und das MMKH Personen in die drei Expertengruppen „Open Educational Resources (OER)“, „Digital Qualification“ und „Konzept und Plattform“ entsendet. Jede Expertengruppe geht dann in einen inhaltlichen Austausch zu den jeweiligen Themen, um Entscheidungsgrundlagen für das Steering Commitee, welches durch die Leiter der Expertengruppen besetzt ist, und für die Lenkungsgruppe, in der Vertreter aller am Netzwerk beteiligten Institutionen sitzen, vorzubereiten.

Während sich die Expertengruppe „OER“ mit der Kultur des Teilens, freien Lizenzen, offenen Lernszenarien und der Qualität und Strategie offen zugänglicher, digitaler Bildungsmaterialien befasst, ist das Ziel der „Digital Qualification“ unter anderem durch Workshops, FAQs und Guides mediendidaktische Kompetenzen aufzubauen, zu zertifizieren und durch den intensiven Austausch mit dieser Thematik sog. Communities of Practice zu etablieren. Das Ziel der Expertengruppe „Konzept und Plattform“ ist es, die verschiedenen Anforderungen an die Lehr-Lernszenarien aus den Projekten heraus zu verdichten, visuell zu gestalten und in einer offenen Architektur abzubilden.

Die drei Expertengruppen

Wie gehts weiter?

Im vergangenen Jahr haben an den unterschiedlichen Hochschulen Informationsveranstaltungen statt gefunden, um hochschulintern die Lehrenden dafür zu interessieren, sich mit ihren Projekten an der HOOU zu beteiligen. Alle Hochschulen konnten sich über ein reges Interesse freuen, was dazu führte, dass Ihnen unter dem Blog HOOU.de mehr als 30 Projekte aus den Hochschulen vorgestellt und Ihnen somit einen ersten Blick hinter die Kulissen der HOOU vermittelt wird. Mit dem Blog bezweckt dass Projekt, in einen intensiven öffentlichen Diskurs zu treten.

Mit Beginn des kommenden Jahres werden die Projekte schrittweise mit handgestrickten Lösungen umgesetzt und evaluiert, um zu erfahren, wie und unter welchen Bedingungen mediengestütztes Lehren und Lernen in interdisziplinären Teams und mit Beteiligung der Öffentlichkeit funktionieren kann.

Grafik wie geht es weiter?