Stadt der Klimaforschung

KlimaCampus Hamburg

Die Hamburger Klimaforschung ist international renommiert. Schon in den 70er Jahren wurden in der Hansestadt Rechenmodelle entwickelt, um die Wechselwirkung zwischen Ozean und Atmosphäre im Klimageschehen zu erforschen und das Max-Planck-Institut für Meteorologie wurde gegründet. Es waren Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die das Thema auf die politische Tagesordnung setzten und im Rechenzentrum in der Bundesstraße steht aktuell Europas größter Klimarechner, der regelmäßig Daten für den Weltklimabericht IPCC liefert.

Seit 2007 fördern Bund und Länder in Hamburg außerdem die „integrierte Klimaforschung“. Das heißt, bei der Vorhersage, wie sich unserer Klima in Zukunft entwickeln wird, geht es nicht nur um Meteorologie, Meereskunde oder Atmosphärenphysik. Vielmehr wird auch der Mensch mit einbezogen: Wie gehen wir mit Ressourcen um? Wie viel Klimaschutz leisten wir uns? Welche Konflikte drohen? Sichtbar wird dies auch im universitären Neubau in der Bundestraße. Dort arbeiten die beteiligten Geowissenschaftler künftig alle unter einem Dach – und bilden unter anderem das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg.

Meeres- und Klimawissenschaften sind in Hamburg aber auch grundsätzlich fest verwurzelt. Als Hafenstadt kann Hamburg auf eine lange Tradition in der Wetterbeobachtung und maritimen Schifffahrtsberatung zurückblicken. So wurde schon 1875 auf dem Stintfang oberhalb der Hamburger Landungsbrücken die Deutsche Seewarte gegründet. Später entstanden hier das Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes und gleich nebenan das benachbarte Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.

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