Landesforschungsförderung Hamburg


Hamburg fördert Forschung

Mit dem Instrument der 2013 gegründeten Landesforschungsförderung geht der Senat neue Wege in der Forschungsförderung. Ziel der Landesforschungsförderung ist es, die Forschung an den staatlichen Hamburger Hochschulen und ihren Kooperationspartnern (andere Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Museen, Stiftungen u. a.), zusätzlich zu ihrer Grundfinanzierung mit weiteren Landesmitteln gezielt zu unterstützen. Die Landesforschungsförderung ist ein Förderinstrument der Freien und Hansestadt Hamburg, das durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung umgesetzt wird. Sie soll die koordinierte Entwicklung des vorhandenen wissenschaftlichen Potentials unterstützen, wissenschaftliche Stärken fördern und bereits vorhandene, vielversprechende Potentialbereiche weiterentwickeln und stärken. Damit sollen strategische Entwicklungen an den Hochschulen in Übereinstimmung mit der Wissenschaftspolitik des Senats gezielt unterstützt werden und zu wachsender Wettbewerbsfähigkeit im überregionalen, auch internationalen, Vergleich führen. 

Die Landesforschungsförderung umfasst zwei übergeordnete Förderformate:

  • strategische Programmförderung von Forschungsschwerpunkten und Potentialbereichen sowie
  • wissenschaftsgeleitete Projektförderung von neuen Forschungsthemen. 

Strategische Programmförderung von Forschungsschwerpunkten und Potentialbereichen

In diesem Förderformat fördert die Landesforschungsförderung gezielt ausgewiesene Forschungsschwerpunkte sowie und entwickelt Bereiche mit ausgewiesenem Potential weiter. Bereits seit dem 1.1.2013 werden die Forschungsschwerpunkte Klimaforschung (Exzellenzcluster „Climate System Analysis and Prediction – CliSAP“) und naturwissenschaftliche Strukturforschung (Exzellenzcluster „Hamburg Center for Ultrafast Imaging – CUI“) mit ca. 5 Mio. Euro jährlich gefördert.

Wissenschaftsgeleitete Projektförderung von neuen Forschungsthemen

Die Landesforschungsförderung soll der Wissenschaft auch den erforderlichen kreativen Freiraum für das Aufgreifen neuer Forschungsthemen bieten. Daher soll es auch die Möglichkeit geben, ohne fachliche Vorgaben neue Forschungsansätze aufzugreifen und aufzubauen. Dabei soll dieses Förderformat nicht zu einer bloßen Verbreiterung des Forschungsspektrums in den Einrichtungen führen. Es wird von den Hochschulen erwartet, dass eine hochschulinterne Prüfung und Priorisierung vorgenommen wird mit Blick auf die strategische Weiterentwicklung der jeweiligen Forschungsfelder. In diesem Sinne trägt auch dieses Förderformat zur Profilbildung in Schwerpunkten und Potenzialbereichen bei. Es gibt fünf Fördermaßnahmen:

  1. Anschubförderung von kooperativen Forschungsverbünden
  2. Anschubförderung von Graduiertenkollegs
  3. Anschubförderung von wissenschaftlich-künstlerischen Graduiertenkollegs
  4. Wissenschaftlich-künstlerische Einzelvorhaben
  5. Aufbau internationaler Forschungskooperationen.

1. Anschubförderung von kooperativen Forschungsverbünden

Diese Fördermaßnahme „Anschubförderung kooperativer Forschungsverbünde“ soll in einem kooperativen Forschungsverbund diejenigen inhaltlichen und strukturellen Vorarbeiten ermöglichen, die die Voraussetzung für die Beantragung von Verbundvorhaben auf überregionaler und internationaler Ebene sind (DFG, BMBF, EU, Stiftungen u.a.). Gefördert werden Verbünde der staatlichen Hamburger Hochschulen und deren Partner (Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Einrichtungen, Wirtschaft, Museen, Bibliotheken etc.) bei freier Wahl des Forschungsthemas. 

In 2014 wurden 9 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt ca. €10,4 Mio. bewilligt.

Einreichungsschluss der aktuellen Ausschreibungsrunde war 9. Mai 2016, die Förderentscheidungen werden im Oktober erwartet.

Ausschreibung Anschubförderung kooperativer Forschungsverbünde

Vorlage-Antrag-Budget-Forschungsverbünde

Hinweise für Antragsteller

2. Anschubförderung von Graduiertenkollegs

Die Fördermaßnahme „Anschubförderung von Graduiertenkollegs“  dient der Nachwuchsförderung in der Wissenschaft. Gefördert werden strukturierte Graduiertenprogramme, die Promotionen ermöglichen und Post-doktoranden auf ihrem weiteren Weg in der Wissenschaft unterstützen. Aus den Vorhaben sollen sich Anträge für ähnliche Programme bei der DFG, dem Bund oder weiteren Förderern (z.B. Stiftungen) entwickeln. Gefördert werden Verbünde der staatlichen Hamburger Hochschulen und deren Partner (Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Einrichtungen, Wirtschaft) bei freier Wahl des Fachthemas für das Kolleg und den damit verbundenen Forschungsthemen für die einzelnen Graduierten. 

In 2014 wurden 4 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt ca. €3,5 Mio. bewilligt.

Diese Förderlinie wird nicht mehr neu ausgeschrieben. Es besteht aber die Möglichkeit, Graduiertenkollegs in Projektanträge von kooperativen Forschungsverbünden zu integrieren.

3. Anschubförderung von wissenschaftlich-künstlerischen Graduiertenkollegs

Gefördert werden Graduiertenkollegs mit einer strukturierten Doktorandenausbildung an einer oder mehreren künstlerischen Hochschulen, auch in Kooperation mit Universitäten bzw. Hochschulen mit künstlerischen Fächern oder außerhochschulischen Partnern (z.B. Museen, Theater).

In 2014 wurden 2 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt ca. €1,8 Mio. bewilligt.

Nächste Ausschreibung voraussichtlich Anfang 2017

Ausschreibung künstlerische Projekte und Kollegs

4. Wissenschaftlich-künstlerische Einzelvorhaben

Ziel dieser Maßnahme ist Förderung von Einzelprojekten der wissenschaftlich-künstlerischen und wissenschaftlich-kulturellen Forschung unter Berücksichtigung fachspezifischer Projekt- und Darstellungsformen. Dies soll die Förderung von herausragenden Nachwuchstalenten der Forschung in den Künsten unterstützen.

In 2014 wurden 4 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt ca. €400.000,- bewilligt.

Nächste Ausschreibung voraussichtlich Anfang 2017

Ausschreibung künstlerische Projekte und Kollegs

5. Aufbau internationaler Forschungskooperationen.

Aus der Förderlinie „Aufbau internationaler Forschungskooperationen“ werden gezielt Anbahnungsmaßnahmen für internationale Hochschulkooperationen und transnationale Forschungsvorhaben gefördert.  Im Einklang mit der vom Senat verabschiedeten „Ostseestrategie für den Wissenschaftsstandort Hamburg“ (Drs. 20/10410) steht zunächst der Ostseeraum im Fokus der Förderlinie. Die Fördermaßnahme soll zur Intensivierung der Wissenschaftskooperation zwischen Hamburg und dem Ostseeraum beitragen und die bessere Vernetzung der Hamburger Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen mit ihren Partnerinstitutionen im Ostseeraum fördern. Aus den aufzubauenden Netzwerken sollen sich Kooperationen und gemeinsame, internationale Forschungsprojekte entwickeln, die sich dann auf EU-Ebene (z.B. Horizon 2020, INTERREG, ERASMUS+) oder darüber hinaus um Fördermittel bewerben können. 

In 2014 und 2015 wurden 28 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt ca. €350.000 bewilligt.

Projektanträge können zweimal jährlich jeweils zum 15. April und 15.Oktober eingereicht werden.

Nächste Deadline: 15. April 2017

Ausschreibung Aufbau internationaler Forschungskooperationen

Antragsformular-Internationale Forschungskooperation

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