Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung

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Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung

Die Küstenforschung widmet sich der komplexen Problematik, die sich weltweit in den Küstenregionen durch wachsenden Siedlungs- und Industrialisierungsdruck, aber auch durch natürliche Gefahren wie Tsunamis und Sturmfluten verstärkt aufbaut. Klimaveränderungen, Stoffströme und der Lebensraum Küste bedürfen eines professionellen Managements, dessen wissenschaftliche Begleitung sich die Küstenforschung zur Aufgabe gemacht hat.

Dem Leitsatz „Wissen schafft Nutzen“ folgend, erarbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungszentrums wissenschaftliche Erkenntnisse und entwickeln daraus konkrete Nutzungsoptionen für Gegenwart und Zukunft. Als Mitglied der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, leistet das Helmholtz-Zentrum Geesthacht mit seinen langfristig angelegten Schwerpunkten Werkstoff- und Küstenforschung substanzielle Beiträge zur Klärung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft.

Motto "Wissen schafft Nutzen"

Die Werkstoffforschung legt ihre Schwerpunkte auf die Entwicklung und Erprobung spezifisch besonders leichter und funktioneller Werkstoffe. Ein übergeordnetes Ziel dabei ist die Schonung der Rohstoff- und Energieressourcen. Die Aufgaben der Werkstoffforschung reichen dabei von der Legierungsentwicklung über neuartige Fertigungs- und Verarbeitungstechnologien bis hin zur Charakterisierung und Prüfung der entwickelten Werkstoffe.
Neben metallischen Werkstoffen erforschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Helmholtz-Zentrums Geesthacht auch Polymerwerkstoffe für Membranen mit Anwendungsgebieten wie Gasphasenseparation, Brennstoffzellen und Biogasaufbereitung. Auf ihrem jüngsten Forschungsfeld haben die Biowerkstoffe des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in der Regenerativen Medizin bereits einen aussichtsreichen Stellenwert bei der Regeneration von Zellen, Geweben und Organen erreicht. Biowerkstoffe sind ein junges Forschungsgebiet und lassen ein großes Potenzial für grundlegend neue Therapiemöglichkeiten erkennen.

Bei der Umsetzung seiner thematisch unterschiedlichen Forschungsaufgaben verfolgt das Helmholtz-Zentrum Geesthacht eine einheitliche Strategie. Die Bearbeitung der komplexen Forschungsaufgaben erfolgt in starken Netzwerken und Verbünden mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht hat sich mit nationalen und internationalen Arbeitsgruppen zusammengeschlossen und berücksichtigt die Strategien seiner Wettbewerber und die Ansprüche seiner Partner.
Einen besonderen Schwerpunkt legen die Geesthachter Wissenschaftler auf die Einrichtung und Nutzung von Forschungsplattformen. Die Forschungsplattformen bündeln in lokalisierten oder virtuellen Organisationsformen die notwendigen wissenschaftlichen und technischen Kompetenzen und Forschungsgeräte. Sie sind Kristallisationskeime für nationale und internationale Forschungskooperationen, Motor für Hochtechnologieentwicklungen und machen den Wissenschaftsstandort Deutschland international attraktiv.
Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht trägt nachhaltig zur Entwicklung einer auf Wissenschaft basierten Gesellschaft und Ökonomie bei. Als Teil der Helmholtz-Gemeinschaft steht die Arbeit in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).