SFB 512: Tiefdruckgebiete und Klimasystem des Nordatlantiks

An diesem Sonderforschungsbereich (SFB) der Universität Hamburg sind fünf Institute beteiligt. Die Forschungsarbeiten sind in acht Teilprojekte gegliedert. Forschungsgegenstand ist das nordatlantische Klimasystem mit den Teilkomponenten Atmosphäre, Ozean, Kryosphäre und Landoberflächen.

SFB 512: Tiefdruckgebiete und Klimasystem des Nordatlantiks

Untersucht werden die Zustände des Systems und deren Variabilitäten. Letztere gibt es auf allen Zeitskalen von kurzfristigen Wetterschwankungen (zum Beispiel Tiefdruckgebiete) über niederfrequente (saisonale, interannuale, dekadische, säkulare) Schwankungen bis zu extern angeregten astronomischen und geologischen Perioden.

Die Untersuchungen des SFB konzentrieren sich auf den Zeitbereich von der synoptischen bis zur dekadischen Variabilität. Diese Zeitskalen sind gut mit Daten belegt und erlauben die Abschätzung eines Vorhersagepotenzials, zum Beispiel für die Lebenszyklen großräumiger Telekonnektionsmuster, wie die Nordatlantische Oszillation (NAO). Wechselwirkungen zwischen den und innerhalb der Teilkomponenten Atmosphäre, Ozean, Kryosphäre und Landoberfläche sind primär die Ursachen der Variabilitäten. Das nordatlantische Klimasystem ist in das globale Klimasystem eingebunden.

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Globale Änderungen verursachen Änderungen im nordatlantischen Klimasystem, die in erheblichem Maße über die thermohaline Zirkulation auf das globale Klima rückwirken können. Die Besonderheit des nordatlantischen Klimasystems liegt in seiner Kopplung mit dem Arktischen Ozean und den Hauptregionen der nordhemisphärischen Meereisproduktion, wo ein wesentlicher Antrieb der weltweiten thermohalinen Zirkulation stattfindet. Änderungen des nordatlantischen Klimasystems betreffen unmittelbar Europa und sind daher auch von gesellschaftlichem Interesse.