SFB 668: Magnetismus vom Einzelatom zur Nanostruktur

In diesem interdisziplinären Verbund forschen über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg und der Universität Kiel in 18 Teilprojekten auf dem Gebiet des "Nanomagnetismus". Das Forschungsprogramm umfasst experimentelle und theoretische Untersuchungen zum Magnetismus einzelner Atome, Moleküle und Nanoteilchen in Wechselwirkung mit Oberflächen.

SFB 668: Magnetismus vom Einzelatom zur Nanostruktur

Der Magnetismus ist eines der am längsten bekannten Phänomene in Festkörpern und hat schon seit Jahrtausenden die Faszination der Menschheit hervorgerufen. Erst mit der Industrialisierung hat sich das Wissen um den Magnetismus und dessen Nutzung rasant weiterentwickelt. In unserer heutigen Welt sind Anwendungen auf Basis des Magnetismus nicht mehr wegzudenken. Er bildet zum Beispiel die Grundlage für zahlreiche Sensoren im Auto oder die Magnetspinresonanz in der Medizintechnik. Die größte Triebfeder der aktuellen Magnetismusforschung ist jedoch die digitale Datenspeichertechnologie, die eng mit der Nanotechnologie und dem Entstehen der Informationsgesellschaft verknüpft ist. Die Entwicklung magnetischer Speichermedien mit immer höherer Datenkapazität auf immer kleinerem Raum erfordert auch die Entwicklung von neuen Technologien, mit denen diese winzigen magnetischen Strukturen bis zur atomaren Ebene untersucht und manipuliert werden können.

Weiterführende Links zu SFB 668

An der Universität Hamburg, wo die Erforschung des Nanomagnetismus seit Jahren einen besonderen Forschungsschwerpunkt darstellt, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft einen  Sonderforschungsbereich (SFB 668) mit dem Thema "Magnetismus vom Einzelatom zur Nanostruktur" eingerichtet. In diesem Forschungsverbund forschen über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg und der Universität Kiel in 18 Teilprojekten auf dem Gebiet des "Nanomagnetismus". Der SFB 668 ist der größte Sonderforschungsbereich, der zurzeit an der Universität Hamburg etabliert ist. Das Forschungsprogramm umfasst experimentelle und theoretische Untersuchungen zum Magnetismus einzelner Atome, Moleküle und Nanoteilchen. Bei der personellen Struktur des Sonderforschungsbereichs wird stark auf die Nachwuchsförderung gesetzt, denn 14 der 27 Teilprojektleiter sind Nachwuchswissenschaftler.