SFB 986: Maßgeschneiderte multiskalige Materialsysteme

SFB 986: Maßgeschneiderte multiskalige Materialsysteme

Der SFB hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird mit insgesamt 10 Millionen Euro gefördert. Sein besonderes Innovationspotenzial liegt darin, quasi am Reißbrett multiskalig strukturierte, makroskopische Werkstoffe und Bauteile zu entwickeln, die maßgeschneiderte mechanische, elektrische oder photonische Eigenschaften besitzen. „Wenn es gelingt, dieses Konzept umzusetzen, erwarten wir völlig neuartige Materialfunktionen“, sagt Schneider.

Weiterführende Informationen des SFB 986

Der Leiter des Instituts für Keramische Hochleistungswerkstoffe weist auch auf die „besonders kreative Atmosphäre“ des interdisziplinären und institutionsübergreifenden Hamburger Forscherteams aus Materialwissenschaftlern, Chemikern, Physikern und Verfahrenstechniker hin. Und er hebt als „Schlüssel unseres Erfolgs“ die „hervorragende Teamarbeit“ im SFB mit Prof. Dr. rer. nat. Manfred Eich und Prof. Dr.-Ing. Jörg Weissmüller (beide TUHH) sowie Prof. Dr.-Ing. Norbert Huber (Helmholtz-Zentrum Geesthacht) an der Spitze der Projektbereiche hervor.

Gemeinsames Ziel der insgesamt 21 beteiligten Wissenschaftler ist über alle Fächergrenzen hinweg die Entwicklung völlig neuartiger Werkstoffe, die teilweise wiederum selbst neue Eigenschaften hervorbringen: Mit Nanoteilchen verstärkte Polymere, die dadurch elektrisch leitfähig sind und selbst messtechnische Funktionen übernehmen. Mit Polymeren infiltrierte, nanoporöse Metalle, die sobald sie unter elektrischer Spannung stehen, ihre Größe verändern. Photonische Kristalle, die überschüssig erzeugte Wärme auf Solarzellen übertragen und damit Strom erzeugen oder als Strahlungsreflektoren in Turbinenschaufeln Treibstoff reduzieren. Keramiken mit bisher unbekannten Qualitäten.