Prof. Dr.-Ing. Frank Thielecke, Leiter des Instituts für Flugzeug-Systemtechnik (FST)

Prof. Dr.-Ing. Frank Thielecke, Leiter des Instituts für Flugzeug-Systemtechnik (FST)

Professor Thielecke trat 2007 die Nachfolge von Prof. Dr. Ing. Udo Carl an, der von der Institutsgründung, 1995, bis Ende März 2007 Leiter des ersten Stiftungslehrstuhls der Airbus Deutschland GmbH an der TUHH war. Seit 2005 wird das Institut „Flugzeug-Systemtechnik“ im Technologiezentrum Hamburg-Finkenwerder und in direkter Nachbarschaft zum Airbuswerk von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.

Professor Thielecke war bis zu seiner Rufannahme im März 2007 zehn Jahre am Institut für Flugsystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) als Leiter der Abteilung Systemautomation und stellvertretender Institutsleiter tätig. Sein Studium absolvierte der Flugzeugingenieur an der Technischen Universität Braunschweig, wo er 1992 auf dem Gebiet der „Modellierung und Identifizierung des viskoplastischen Verhaltens von Metallen“ promovierte. Thielecke ist Mitglied wichtiger Fachgremien u.a. im nationalen Lenkungskreis für „Hochauftrieb“ sowie als Deutsches Mitglied im amerikanischen SAE-Komitee für „Flugsteuerung und -systeme“. Während seiner Zeit beim DLR hat Thielecke am Ausbau der Zusammenarbeit mit Airbus sowie den deutschen und französischen Großforschungseinrichtungen (DLR und ONERA) im Bereich „Systeme“ mitgewirkt.

Ein Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit an der TUHH ist die interdisziplinäre Modellierung und Analyse der Flugphysik von Großflugzeugen. Außerdem entwickelt der Wissenschaftler Methoden der Systemautomation und forscht auf dem Gebiet innovativer Systemtechnologien („More Electric Aircraft“). Dabei spielen am Institut in Hamburg-Finkenwerder auch Konzepte zur Handhabung der zunehmenden Komplexität von Flugzeugsystemen und die Anwendung in sicherheitskritischen Bereichen eine wichtige Rolle.
"In der Luftfahrt kommen mit der Entwicklung hin zu 'More Electric Aircraft' zunehmend elektrische Antriebssysteme zum Einsatz. Diese sollen gegenüber den ausgereiften, als Stand der Technik anzusehenden hydraulischen Betätigungssystemen für z.B. das Fahrwerk, die Steuerflächen und die Hochauftriebssysteme einen geringeren Installationsaufwand, eine bessere Wartbarkeit sowie ein optimiertes Energiemanagement ermöglichen. Vor diesem Hintergrund werden am TUHH-Institut für Flugzeug-Systemtechnik die Elektrifizierungen von Betätigungssystemen untersucht," so Thielecke.