Alle Ma?nahmen im ?berblick: Fl?chtlinge durch Bildung integrieren

Es ist eine humanit?re Aufgabe, Fl?chtlinge aufzunehmen und sie z?gig zu integrieren. Bildung ist daf?r der Schl?ssel. Das Bundesbildungsministerium wird darum in den n?chsten Jahren rund 130 Millionen Euro investieren.

Alle Ma?nahmen im ?berblick: Fl?chtlinge durch Bildung integrieren


Spracherwerb?

1. "Einstieg Deutsch" ? Die Lern-App

Dabei handelt es sich um ein niedrigschwelliges, auf die Herkunftssprachen von Fl?chtlingen angepasstes Angebot, das mit Smartphones genutzt werden kann und zu der Lernplattformwww.ich-will-deutsch-lernen.de?hinf?hrt. Kooperationspartner ist der?Deutsche Volkshochschulverband.

2. Lernbegleiter qualifizieren

Wegen des Mangels an hauptamtlichen Lehrkr?ften werden hierbei?Ehrenamtliche, vor allem auch Zugewanderte mit ausreichenden Sprachkenntnissen, zu Lernbegleitern ausgebildet. In Kooperation von Lernbegleitern und Lehrkr?ften sollen Fl?chtlinge die M?glichkeit erhalten, rasch Grundlagen in Sprachverstehen und Sprechf?higkeit zu erwerben.
Kooperationspartner ist auch hier der Deutsche Volkshochschulverband.

3. "Lesestart" erweitern

Um zum Lesen und Vorlesen zu motivieren, werden alle Fl?chtlingskinder bis zum Alter von f?nf Jahren in Erstaufnahmeeinrichtungen ein speziell konzipiertes Lesestart-Set erhalten. Allen Erstaufnahmeeinrichtungen wird eine Lese- und Medienbox f?r die p?dagogische Arbeit mit den Kindern vor Ort zur Verf?gung gestellt. Die ehrenamtlichen Vorlesepaten k?nnen professionelle Unterst?tzung erhalten, um sich auf die Arbeit mit Fl?chtlingskindern vorzubereiten. Auch von dem bereits laufenden Programm "Lesestart ? Drei Meilensteine f?r das Lesen" werden?Fl?chtlingskinder profitieren.?Kooperationspartner?ist die?Stiftung Lesen.

Kompetenzen ermitteln?

1. Anerkennungsgesetz nutzen

Die Anerkennung von Berufsqualifikationen, die Fl?chtlinge bereits erworben haben, erm?glicht eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes f?r bundesrechtlich geregelte Berufe belegen eine steigende Zahl von Anerkennungsverfahren.?Viele Fl?chtlinge k?nnen jedoch wegen Krieg und Flucht die?notwendigen Unterlagen nicht mehr vorlegen. Das Anerkennungsgesetz bietet die M?glichkeit, in solchen F?llen zum Beispiel durch Fachgespr?che und Arbeitsproben die vorhandenen Kompetenzen festzustellen. Diese Qualifikationsanalysen werden gemeinsam mit den Kammern weiterentwickelt und bundesweit bekannter gemacht. Kooperationspartner sind die?Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern.

2. Potenzialanalysen anpassen und ausbauen

Jugendlichen und junge Erwachsenen sollen bei der Wahl einer?Ausbildung und eines Beruf durch sogenannte Potenzialanalysen unterst?tzt werden. Sie helfen dabei, die?Interessen, M?glichkeiten und F?higkeiten jedes einzelnen?Jugendlichen einzusch?tzen. Die bisherigen Instrumente werden f?r Fl?chtlinge angepasst und erweitert.?Kooperationspartner sind die L?nder, das Bundesinstitut f?r berufliche Bildung (BIBB), die Bundesagentur f?r Arbeit (BA) und die Wirtschaft.

Integration durch Ausbildung?

1. Erfolgreiche Instrumente nutzen

Fr?he Berufsorientierung und Begleitung hin zu einem Ausbildungsplatz sind entscheidend f?r einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung. In Kooperation mit L?ndern, Bundesarbeitsministerium und Bundesagentur f?r Arbeit werden erfolgreiche Instrumente auch f?r die Integration von Fl?chtlingen genutzt.?Kooperationspartner sind auch?die?Servicestellen "Bildungsketten".

2. KAUSA-Netzwerk ausbauen und Zahl der Servicestellen verdoppeln

"KAUSA", die Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration, unterst?tzt sowohl Jugendliche mit Migrationshintergrund, die eine Ausbildung machen wollen, als auch?Unternehmer mit?ausl?ndischen Wurzeln, die?Jugendliche ausbilden wollen.?Die Zahl der KAUSA-Stellen wird verdoppelt und das Netzwerk vor allem in Ballungsgebieten ausgebaut. Kooperationspartner sind das Bundesinstitut f?r berufliche Bildung (BIBB), Kammern und?Bildungswerke.

3. Interkulturelle Kompetenz in der Ausbildung st?rken

Bei den Ausbildern in den Betrieben und den Berufsschullehrkr?ften wird mehr interkulturelle Kompetenz erforderlich sein. Dazu soll ein niedrigschwelliges, interkulturelles Training zur Sensibilisierung entwickelt und ?ber die Plattform "qualiboxx" angeboten werden. Kooperationspartner ist das Bundesinstitut f?r berufliche Bildung (BIBB).

4. Deutsch f?r den Beruf ? die Lern-App

Die Lern-Apps dienen zur Verbesserung der berufsbezogenen Sprachkompetenzen. Dabei werden auch Themen wie Bewerbungen, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz oder Kommunikation mit Kunden und Kollegen aufgegriffen.?Kooperationspartner ist der?Deutsche Volkshochschulverband