Prof. Dr. Gregor Rehder über die Bedeutung der METEOR in seinem wissenschaftlichen Werdegang

Prof. Dr. Gregor Rehder über die Bedeutung der METEOR in seinem wissenschaftlichen Werdegang

„Die Fahrten auf METEOR ziehen sich wie ein roter Faden durch meinen Werdegang: zunächst 1994 als Doktorand auf einer Winterfahrt im Nordatlantik mit extremen Seebedingungen. Entsprechend musste viel ‚abgewettert‘ werden und ich hatte Zeit, von den Mitfahrern zu lernen. So traf ich einen Kollegen aus Mainz, der ein System zur Messung von Spurengasen entwickelt hatte. Für mich richtungsweisend – das Thema verfolge ich bis heute.

Als Postdoc untersuchte ich dann die Methanverteilung im Tiefenwasser. Es war das erste Projekt, das ich eigenverantwortlich entwickelte und der Türöffner für meine anschließende Zeit in Kalifornien. Zurückgekehrt aus den USA betreute ich selbst viele Promotionen in einem Sonderforschungsbereich, der sich mit dem ‚Abtauchen‘ ozeanischer Kruste unter den Kontinent beschäftigte.

Meine erste Expedition als Fahrtleiter 2005 war dann gleich eine Mammutaufgabe: Mit dem Tiefseeroboter Quest 4000 nahmen wir an Schlüsselstellen gezielt Proben. Wir waren dabei extrem von der Technik abhängig – mit allen Höhen und Tiefen. Außerdem musste ich für die Planung alle vorherigen Ergebnisse eingehend studieren.

Auch in den Folgejahren blieb ich der METEOR treu – bei Experimenten in der Ostsee ebenso wie in den Auftriebsgebieten vor Namibia.

Keinem anderen Schiff verdanke ich so viel.“

Prof. Dr. Gregor Rehder

Meereschemiker am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde